Sensation in der Wichern-Gemeinde

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Die Sensation war perfekt, als der Osterhase höchstpersönlich in den Ostermontaggottesdienst getragen wurde. Erschöpft vom vielen Verteilen der Eier an die Kinder ließ er sich jedoch freundlicherweise noch auf ein kurzes Interview mit Pastor Gauer ein und stand Rede und Antwort auf drängende Fragen.

Seit 1682 hätten die Menschen seine Fähigkeit „der Liebe freien Lauf zu lassen“ entdeckt und ihn immer wieder mal mit Ostern, dem Fest der Auferstehung Jesu, der Feier des Lebens und der Liebe in Verbindung gebracht. Nur für kurze Zeit allerdings, denn gab es eine jahrhundertelange Pause bis zum 20. Jahrhundert, nachdem er langsam „wieder aus dem ungewöhnlich langen Winterschlaf erwachte.“

Was er mit den Ostereiern zu tun habe, konnte er selbst auf das beharrliche Nachfragen von Pastor Gauer nicht wirklich erklären, aber dafür einen wunderbaren Hasenwitz erzählen.

Kommt ein Häschen in ein Gemüsegeschäft und fragt den Verkäufer: „Hattu Fliegenpilze?“ „Nein, haben wir nicht“, antwortet der Verkäufer. Am nächsten Tag kommt das Häschen wieder in das Geschäft und fragt wieder: „Hattu Fliegenpilze?“ „Nein“, antwortet der Verkäufer, „die haben wir heute auch nicht.“ Am dritten Tag geht das Häschen noch einmal in das Geschäft: „Hattu Fliegenpilze?“ „Ja, extra heute frisch aus dem Wald“, antwortet der Verkäufer.

„Sind giftig, muttu wegschmeißen.“

Die drei Kindertagesstätten hatten Bilder gemalt, Osterhasentänze aufgeführt und herrlich gesungen. Das alles nach einem leckeren Osterfrühstück im vollen Gemeindehaus. Da konnte auch der Osterhase nur noch: „Danke lieber Gott“ sagen.

So sagen wir es auch und wünschen allen eine gesegnete Osterzeit.

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