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Karfreitag Gottesdienst zur Todesstunde Jesu am 19.4.2019 in der Wichen-Gemeinde

19. April 2019

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.

 

Mit solch einem Spaziergang zu Goethes Zeiten

kann man trefflich im Frühling zu Ostern schreiten.

Doch weh dir Seele, doch weh dir Kind,

wenn Karfreitag das Gartentor knarrend schwingt

und eingehüllt in Schal und Jacken,

noch Eis und Schnee sitzen im Nacken,

die kleine Familie den Spaziergang begeht.

 

Sie atmen auf die frische Luft,

den Frühling suchend und seinen Duft

sie wandern zu dritt am Wiesenrand, 

doch der Schnee knirscht leise und mit eisiger Hand 

hält der Winter noch immer gefangen das Land.

 

 

Da steht wie aus einer anderen Welt 

ein Lamm auf dem Weg, verloren, von Kummer gequält.

Das Kind kann nicht anders, hält hin seine Hand, es zu stützen

in seinem Herzen ists bang.

 

Vater und Mutter schaun selig drein

So´! denkt die Mutter so soll es sein. 

Der Herr ist mein Hirte klingt es in ihr

vertraute Worte – vom ich zum wir.

 

Die weisse Wolle  Unschuld pur,

wie ihres Kindes reine Natur.

Sie bleiben und schweigen gehen schließlich weiter

das Kind blickt zurück – verträumt und heiter.

 

Endlich dann, der Weg war weit,

lädt ein Gasthaus zum Wärmen und Speisenein.

Die Stimmung wird heller die Stimmen laut,

da hebt der Vater die Augen auf;

glänzend und freudig kommt das Wort, 

das wie eine Kugel ins Herz sich bohrt.

„Lamm“ ruft er zum Wirt und hebt die Hand,

 so geht’s gar köstlich ins Schlemmerland.

„Lamm“ ruft er zum Wirt und hebt die Hand,

„Lamm“ ruft er zum Wirt

„Lamm“ ruft er

„Lamm“

Entsetzen und Schweigen – Tränen und Wut

Aus Wolle weiss wird rotes Blut.

Das Kind fragt ein Wort nur: Warum? und schweigt 

Das Kind fragt ein Wort nur: Warum?  und schweigt 

die Eltern erstarren und werden bleich.

Was eben noch traut und weiss hat verzückt  

ist plötzlich in Schmerzen Welten entrückt.

Die Kirche am Abend, der Tag fast vorbei,

    — ein Bild am Altar,

ganz oben das Lamm mit Kreuz zu sehen,

noch einmal bleibt die Familie stehen.

Da versinkt müde das Kind in Mutters Armen,

der Vater spricht leise von Gottes Erbarmen.

Das Lamm bleibt rein, bewacht das Buch,

hütet dein Leben mit Wolle und Blut.

Das ist alter Glaube von Opfer und Kraft, 

der denen, dies glauben, neues Leben verschafft.

 

Wer nachgeht den Bildern

von Lämmern und Kindern

der kann der Welten Schmerz 

im Innersten lindern.

 

Dann kann geschehen, was Goethe versprach 

und schon drei Tage später ins Leben trat, 

vom Eise befreit sind dann Strom und Bäche,

denn Frühling bricht an und der Winter zeigt Schwäche.

 

Ja! „Der Herr ist mein Hirte!“ so soll es sein.

Dann gilts auch im warmen Sonnenschein.

 

Wo Glaube sich so seine Wege erwandert

da Glück, Schmerz und Sinn im Leben meandert.

Wo Lämmer und Kinder in uns sich verbinden

Da können wir selbst unser Kreuz überwinden, 

da bin ich Kind, da darf ich es sein

da trägt mich mein Hirte  so soll es sein.

Amen

Mit Auszug aus Goethes „Osterspaziergang“ von Pastor Christian Gauer


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